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Das Weinetikett

Das Bezeichnungsrecht für Wein regelt detailliert Inhalt und teilweise auch formale Kriterien (wie Schriftgröße) der Angaben auf dem Etikett. Grundsätzlich gilt das Prinzip, dass nur ausdrücklich erlaubte Informationen auf dem Etikett untergebracht werden dürfen; hierbei sind einige verpflichtend vorgeschrieben, andere wahlweise:

Verpflichtend vorgeschriebene Angaben 

Diese müssen leicht lesbar im gleichen Sichtbereich auf dem Etikett angebracht sein.

Qualitätsstufe zum Beispiel Qualitätswein, LandweinGeografische Herkunft Die Angabe der geografischen Herkunft ist teilweise verpflichtend vorgeschrieben, teilweise wahlweise zu gebrauchen. Das hängt von der Qualitätsstufe und davon ab, wie detailliert die geografische Angabe ist.Abfüller Die Angabe des Abfüllers muss auch den Ort umfassen, in dem der Abfüller seinen Sitz hat. Unter Umständen kann die Abfüllerangabe mit einer Kennziffer codiert sein.Alkoholgehalt Der vorhandene Alkoholgehalt muss in der Einheit Volumenprozent angegeben werden.Nennvolumen bezeichnet das Volumen der Weinflasche.Weinart beispielsweise: Rotwein. Diese Angabe ist nur eingeschränkt zwingend.Loskennzeichnung zur Identifizierung des Weines; bei Qualitätswein wird die Loskennzeichnung ersetzt durch dieAmtliche Prüfungsnummer Diese Nummer identifiziert den Wein bezüglich der Qualitätsweinprüfung.Enthält Sulfite Seit 2006 ist diese Angabe verpflichtend vorgeschrieben, wenn der Wein bei der Herstellung geschwefelt wurde.Kasein, Ovalbumin  Wenn Weine mit den eiweißhaltigen Schönungsmitteln Kasein oder Ovalbumin[1] geschönt werden und in der EU nach dem 30. Juni 2012 in den Handel kommen, muss dies auf dem Weinetikett angegeben werden. Dabei gibt es eine Übergangsfrist für bestehende Weinbestände.

Wahlweise zu gebrauchende Angaben 

Die wichtigsten wahlweise zu gebrauchende Angaben sind:

  • Jahrgang das heißt das Jahr, in dem die Trauben für den Wein gewachsen und in der Regel auch geerntet wurden. Darf auch nur auf dem Etikett angegeben werden, wenn mindestens 85 % der Reben in diesem Jahr geerntet wurden.
  • Rebsorte zum Beispiel Riesling. Es kann die Rebsorte angegeben werden, aus welcher der Wein zu mindestens 85 % gekeltert wurde. Die Angabe zweier Rebsorten ist ebenfalls möglich, dann muss der Wein aber zu 100 % aus diesen Rebsorten bestehen.
  • Geschmacksangabe Es sind die Bezeichnungen „Trocken“, „Halbtrocken“, „Lieblich“ oder „Süß“ zulässig.
  • Weinort und Lage, dies beschreibt die genaue Herkunft des Weins, zum Beispiel „Assmannshäuser Höllenberg“.
  • Zusätzliche Angaben wie etwa Trinktemperaturen oder Speiseempfehlungen sind seit 2007 zulässig.

15.9.11 10:48

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